Solidaritätsaktion saarländischer Autoren für den Buchhandel

Kurz nach Ostern, voraussichtlich bereits am kommenden Mittwoch, wird ein Corona-Lesebuch erscheinen, das den Titel „Literatur in und aus der Coronakrise“ trägt.

Damit hat es eine besondere Bewandtnis, denn bis auf die Herstellungskosten soll der Erlös komplett an die jeweilige Buchhandlung gehen. Der Verlag und die beteiligten Autoren verzichten auf ihre Honorare und wollen mit ihren Beiträgen ein Zeichen für den lokalen Buchhandel setzen.

Die Idee entwickelte sich während eines abendlichen whatsapp-Chats zwischen dem Lyriker Jan Hemmer und dem Verleger Claus Kuhn. 

„„Auf lange Distanz“ hieß das Gedicht, das er mir gerade zugeschickt hatte und es  beschrieb vieles, was auch mir im Zusammenhang mit der Corona-Krise durch den Kopf gegangen war. Und ich wurde neugierig, wie andere Autoren aus meinem Umfeld und darüber hinaus mit der Krise umgingen und was sie fühlten und dachten.“ berichtet Kuhn, dessen Bestverlag das Buch herausgeben wird. 

Schnell kontaktierte er ein gutes Dutzend Autoren. Alle waren sofort begeistert von der Idee der „Corona-Anthologie“ und sagten ihre Beiträge innerhalb weniger Tage zu. Auch Jan Hemmer brachte noch zwei AutorInnen mit und so entwickelte sich ein Corona-Lesebuch, das während der Krise entstand und auch noch während der Krise veröffentlicht werden soll. 

Denn der Grundgedanke bestand von Beginn an darin, den Buchläden, also den Schnittstellen zwischen Autoren, Verlegern und Lesern, die aufgrund der Allgemeinverfügung schließen mussten, mit diesem Buch höhere Einnahmen als üblich zu ermöglichen. 

Klaus Brabänder, Wolfgang Brenner, Kianz Froese, Willi Gehring, Jan Hemmer, Ansgar Hoffmann, Volker C. Jakoby, Manfred Kelleter, Erich Kipper, Reinhard Klimmt, Horst Lang, Dana Luminita, Edgar H. Neumann, Inge Neumann-Noell, Renate Rittershofer, Ann-Marie Stöhr, Heide Werner und Albrecht Zutter heißen die Autoren, deren Beiträge das Corona-Lesebuch füllen.

Wie gehen saarländische Schriftsteller mit der Krise um? 

Manche erzählen Geschichten aus dem wahren Leben, andere dichten oder zeichnen. Jede/r der AutorInnen begegnet der Krise anders, reflektiert sie, ignoriert sie oder findet seinen Trost im Humor.

Wir haben uns zwei Bestellmöglichkeiten ausgedacht:

A) Direkt über den Shop: https://www.bestverlag.de/?product=anthologie-literatur-in-und-aus-der-corona-krise. Dabei werden die Leser aufgefordert, eine Buchhandlung anzugeben, die Ihnen das Buch liefert und auch fakturiert.

B) Direkt über die Buchhandlungen. Diese können mittels E-mail oder Fax bestellen und werden umgehend durch den Verlag oder einen beteiligten Autor beliefert. 

Somit ist sichergestellt, dass alle Einnahmen direkt an die Buchhandlungen fließen.